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Alexa als Babyphone einrichten – wie es funktioniert

Alexa als Babyphone – kann das funktionieren? Diese Frage haben sich viele Eltern schon einmal gestellt. Und ganz ehrlich – ich bilde da keine Ausnahme. Ich bin selbst fünffacher Papa und immer auf der Suche nach modernen, flexibel einsetzbaren und möglichst auch preiswerten Lösungen für die Babyüberwachung. Kein Wunder also, dass ich auch an dem Thema Alexa als Babyphone nicht vorbeigekommen bin. Genau diesem Thema möchte ich mich hier nun ausführlich widmen.

Prinzipiell bringt der smarte Lautsprecher von Amazon alles mit, was für eine Babyüberwachung notwendig ist, seit das Gerät die Möglichkeit bietet, damit auch zu telefonieren. Seit diesem Zeitpunkt kann Alexa ein normales Babyphone durchaus ersetzen. Das ist natürlich von Vorteil, wenn Du bereits eine Alexa daheim hast und nicht noch zusätzlich mindestens 30 Euro für ein Babyphone ausgeben möchtest.

Tatsächlich ist Alexa als Babyphone-Ersatz flexibel einsetzbar: Du kannst damit sowohl eine reine Audio-Überwachung sicherstellen als auch Bilder übertragen lassen. Letzteres funktioniert natürlich nur mit einer Alexa mit Bildschirm beziehungsweise einer Alexa-tauglichen Kamera. Wie genau die Babyüberwachung mit Alexa funktioniert, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, wo das Alexa-Babyphone seine Grenzen hat und welche Alternativen es gibt, verrate ich Dir jetzt.

 

Alexa als Babyphone nutzen – diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Um Alexa als Babyphone zu verwenden, benötigst Du grundsätzlich nur eine Alexa. Diese kannst Du im Schlafzimmer Deines Babys platzieren. Zusätzlich installierst Du Dir die Alexa-App auf Deinem Smartphone. Hast Du bereits zwei Alexa-Lautsprecher, kannst Du statt der App bei Dir auch das zweite Gerät verwenden. Das genügt, um ein Audio-Babyphone mithilfe von Alexa einzurichten.

Du willst ein Video-Babyphone realisieren? Auch das ist möglich. Dafür ist eine Alexa mit Bildschirm empfehlenswert – wie beispielsweise der Echo Show. Darüber hinaus brauchst Du natürlich noch eine Kamera, die Du im Kinderzimmer aufstellst. Dabei sollte es sich um eine Alexa-taugliche Kamera handeln. Zusätzlich wird noch eine stabile WLAN-Verbindung benötigt.

Alexa Babyphone

Du kannst Alexa sowohl als Audio-Babyphone und auch als Video-Babyphone benutzen, um dein Baby im Blick zu haben.

Schritt für Schritt: Wie Du Alexa als Babyphone einrichtest

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kannst Du damit beginnen, Alexa als Babyphone einzurichten. Dafür musst Du in der Alexa-App via Tablet oder Smartphone die Telefonie-Funktion aktivieren, wenn Du das noch nicht getan hast. Diese kannst Du wie folgt einschalten:

  • Öffne die App und tippe Deine Handynummer ein, um Dich zu verifizieren
  • Per SMS erhältst Du einen Code, den Du in der App eingibst
  • Erlaube Alexa, Deine Kontakte auszulesen

Nachdem Du die Telefonie-Funktion eingeschaltet hast, lässt sich das Drop-in-Feature nutzen. Genau das brauchst Du, um Alexa als Babyphone  zu nutzen. Schalte im Kinderzimmer den Echo-Lautsprecher ein. Denke daran, die Lautstärke ganz nach unten zu regeln. Damit stellst Du sicher, dass Dein Baby Dich oder andere Hintergrundgeräusche beim Schlafen nicht hören kann.

Über die App kannst Du nun die Verbindung zur Alexa im Kinderzimmer herstellen. Öffne dafür die Alexa-App, tippe unten auf „Kommunikation“ und schließlich auf „Drop In“. Nun wählst Du das Gerät aus, zu dem eine Verbindung hergestellt werden soll. Alternativ kannst Du auch einfach per Sprachbefehl „Alexa, Drop In, [Gerätename]“ die Verbindung aufbauen, was noch einmal komfortabler ist. Diese Vorgehensweise funktioniert auch, wenn Du statt der Alexa-App einen zweiten Speaker verwendest. Wenn ein Signalton ertönt, weißt Du, dass der Verbindungsaufbau geklappt hat und das Alexa Audio-Babyphone fertig ist.

 

Alexa lässt sich auch als Video-Babyphone nutzen

Alexa Video-Babyphone

Alexa lässt sich auch als Video-Babyphone nutzen. Du benötigst dafür zusätzlich eine Überwachungskamera.

Manchen Eltern genügt es nicht, ihr Kind nur durch die Geräusche aus dem Kinderzimmer zu überwachen. Sie wollen den Schlaf lieber mit einer Überwachungskamera im Blick behalten. Das ist auch durchaus nachvollziehbar, denn auch eines unserer Kinder hatte die Angewohnheit, sich nicht zu melden, wenn es wach war. Statt nach uns zu rufen, fing es an, im Bett herumzuturnen und hätte sich dabei einmal fast verletzt. Glücklicherweise musst Du Dir kein teures Video-Babyphone kaufen, sondern kannst auch für diesen Zweck Alexa verwenden.

Alles, was Du dafür benötigst, ist eine zusätzliche Überwachungskamera, die Du im Kinderzimmer installierst. Dadurch hast Du immer einen Blick hinein ins Kinderzimmer, wenn Dein kleiner Schatz schläft. Das Bild der Kamera kannst Du entweder auf eine Alexa Show übertragen lassen oder auch einfach auf das Smartphone, was natürlich Kosten spart.

 

Temperaturüberwachung im Babyzimmer mit Alexa? Kein Problem, aber teuer

Die Temperaturüberwachung ist bei vielen modernen Babyphones mit an Bord. Auch mit Alexa ist eine Kontrolle der Raumtemperatur im Kinderzimmer möglich. Dafür benötigst Du eine Alexa-fähige Wetterstation im Kinderzimmer. Mit dieser kannst du jederzeit über die App anschauen, wie hoch die Temperatur gerade im Babyzimmer ist und somit sicherstellen, dass es für Dein Kind weder zu warm noch zu kalt ist.

Das Manko dabei ist aber der hohe Preis: Etwa 150 Euro kostet eine Alexa-fähige Wetterstation, mit knapp 65 Euro würde ein zusätzliches Modul für das Kinderzimmer zu Buche schlagen. Diese Investition lohnt sich nicht wirklich, wenn Du die Wetterstation nur für die Temperaturüberwachung im Kinderzimmer nutzen möchtest.

 

Wo hat das Alexa-Babyphone seine Grenzen?

Ehrlich gesagt bietet Dir Alexa als Babyphone im Vergleich zu einem richtigen Audio- oder gar Video-Babyphone nur eine sehr rudimentäre Ausstattung. Ich finde es zwar praktisch, dass Du einfach per Sprach-Befehl eine Verbindung aufbauen kannst, um Geräusche oder Bilder aus dem Schlafzimmer des Babys zu übertragen – aber auf allzu viele Zusatzfunktionen musst Du verzichten. Einige Features, die bei Babyphones sehr beliebt sind, lassen sich zwar auch bei Alexa realisieren – wie etwa die oben beschriebene Temperaturüberwachung –, haben aber natürlich ihren Preis. Im Endeffekt bist Du dann mit einem hochwertigen Video-Babyphone immer noch preisgünstiger als mit einer Alexa, für die Du noch eine umfangreiche Zusatzausstattung kaufst. Auch bei folgenden Funktionen stößt Alexa als Babyphone an ihre Grenzen:

  • Bewegungsmelder: Alexa kann nicht die Bewegungen Deines Babys überwachen und notfalls Alarm schlagen
  • Atemüberwachung: Manche Babyphones verfügen über eine Sensormatte, um die Atmung des Babys zu kontrollieren – auch das kann Alexa nicht leisten
  • Überwachung von Kindern in mehreren Zimmern: Wenn Du mehrere Kinder gleichzeitig überwachen willst, ist ein Babyphone mit zwei Sendeeinheiten erforderlich

 

Welche Alternativen zu Alexa als Babyphone gibt es?

Für manche Eltern kommt es nicht in Frage, ihr Baby mit einem Amazon Echo zu überwachen. Sie haben Bedenken in Bezug auf den Datenschutz oder die Strahlenbelastung. In einem solchen Fall ist ein normales Audio-Babyphone sicher eine gute Alternative. Ein solches muss zwar zusätzlich gekauft werden, allerdings sind gerade Audio-Babyphones vergleichsweise preiswert. Auch Video-Babyphones kommen in Frage.

Gefällt Dir die Idee, Dein Baby via Smartphone und Kamera zu überwachen, gibt es auch unabhängig von Alexa auch moderne WLAN-Babyphones, welche die Übertragung ebenfalls über das WLAN sicherstellen. Du erhältst das Bild Deines Babys hierbei auch direkt auf Dein Smartphone, weswegen diese Lösungen ebenfalls recht preiswert sind. Die Strahlenbelastung ist allerdings bei WLAN-Babyphones ähnlich hoch wie bei Alexa.

Babyphone Alexa Funktion

Du kannst Alexa als Babyphone verwenden. Jedoch musst du auf einige Zusatzfunktionen, die es normalerweise bei üblichen Babyphones gibt, verzichten.

 

Fazit: Alexa ist als Babyphone unter bestimmten Voraussetzungen empfehlenswert

Grundsätzlich ist es kein Problem, mit einem Amazon Echo Lautsprecher und einem Smartphone in wenigen Schritten und ohne Zusatzkosten ein Babyphone einzurichten. Möglich ist dabei neben einer reinen Audio-Übertragung auch eine Video-Anzeige, sofern Du bereit bist, Dir zusätzlich Kameras zu kaufen.

Allerdings ermöglicht die digitale Assistentin von Amazon lediglich eine rudimentäre Überwachung Deines Kindes. Auf Zusatzfunktionen, die bei herkömmlichen Babyphones sehr beliebt sind – wie etwa Schlaflieder, ein Nachtlicht, eine Temperaturüberwachung und einen ECO-Modus –, musst Du hingegen komplett verzichten oder in teures Zusatz-Equipment investieren. Das lohnt sich aber oft nicht, wenn Du das Zubehör nur für die Babyüberwachung verwendest, denn dann wäre ein klassisches Babyphone nicht selten viel preiswerter.

Alles in allem würde ich Alexa als Babyphone nur als Übergangslösung empfehlen. Ist Dein eigentliches Babyphone beispielsweise gerade kaputtgegangen, kannst Du mit Amazon Alexa hervorragend die Zeit überbrücken, bis Du Dein neues Modell erhalten hast. Auch auf Reisen oder bei den Großeltern eignet sich Alexa perfekt, um schnell und unkompliziert ein einfaches Babyphone für die grundlegende Überwachung einzurichten. Als Dauerlösung würde ich persönlich Alexa als Babyphone aber nicht empfinden, da ein richtiges Babyphone einfach noch mehr zu bieten hat.



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