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Babyphone mit Sensormatte: wie funktioniert die Technik?

Wenn Du so ein kleines, zerbrechliches Neugeborenes in den Armen hältst, ist es ganz natürlich, dass Du Dir von nun an große Sorgen um sein Wohlergehen machst. Viele Eltern kennen das und wünschen sich daher, Babys Schlaf so gut wie möglich zu überwachen. Dafür sind Babyphones natürlich perfekt. Immer weniger Eltern wählen reine Audio-Babyphones, weil moderne Video-Babyphones ihnen ein besseres Gefühl bieten. Ob Angelcare, Reer, Philips Avent, NUK oder auch Audioline – die Auswahl an Herstellern ist groß.

Wenn Du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, besteht auch die Möglichkeit, Dir ein Babyphone mit Sensormatte anzuschaffen. Es verspricht eine noch höhere Sicherheit, weil damit die Atmung Deines Babys überwacht wird. Erfahre hier, wie genau die Technik einer Sensormatte funktioniert und ob sich die Anschaffung wirklich lohnt.

Sensormatte Babyphone

Eine Sensormatte kann die Atemüberwachung von Babys kontrollieren.

 

Was ist eine Sensormatte?

Eine Sensormatte ist bei vielen Angelcare Babyphones enthalten. Sie soll dazu dienen, Eltern bei der Überwachung ihres schlafenden Kindes eine noch höhere Sicherheit zu vermitteln. Wenn das Baby so zerbrechlich, zart und winzig in seinem Babybett liegt, ist das Thema „plötzlicher Kindstod“ (SIDS) oftmals in den Köpfen der Eltern sehr präsent. Du kannst die bekannten Risikofaktoren zwar vermeiden, um das Risiko bestmöglich zu reduzieren, aber eine Garantie dafür, dass das eigene Kind nicht betroffen ist, gibt es eben nie.

Und genau hier setzt das Babyphone mit Sensormatte an: Es überwacht nicht nur, ob Dein Baby nachts ein Geräusch von sich gibt, damit Du schnell bei ihm sein kannst, sondern kontrolliert auch kontinuierlich seine Atmung. Hast Du eine Sensormatte installiert, kann diese längere Atemaussetzer garantiert erkennen. Dann wird direkt ein Alarm ausgelöst, sodass Du Schlimmeres verhindern kannst.

Da das Risiko für den plötzlichen Kindstod mit einem zu tiefen Schlaf in Verbindung gebracht wird, genügt es oft, das Kind zu wecken, damit die Atmung wieder einsetzt. In vielen sogenannten Eltern-Communitys und -Foren berichteten Mütter und Väter bereits davon, dass die Sensormatte sie bei einem Atemaussetzer gewarnt habe, sodass sie ihrem Kind rechtzeitig helfen konnten.

kabellose Sensormatte

Angelcare ist der führende Hersteller von Babyphones mit Sensormatten.

Darüber hinaus gibt es auch (teilweise kabellose) Sensormatten, die zur Überwachung von Pflegebedürftigen eingesetzt werden. Hierbei dient die Sensormatte dazu, bei sturzgefährdeten Personen ein Herausfallen aus dem Bett zu vermeiden – gerade, wenn diese aufgrund ihres hohen Alters oder einer fortgeschrittenen Demenz es nicht schaffen würden, selbstständig zurück ins Bett zu gelangen oder Hilfe zu holen. Diese Sensormatten werden aber nicht ins, sondern vor oder neben das Bett gelegt. Schon bei der ersten Berührung senden sie ein optisches oder akustisches Signal. Sie eignen sich daher für die nächtliche Überwachung von Risikopatienten durch das Pflegepersonal und können bei Stürzen dafür sorgen, dass schnell Hilfe da ist. In meinem Beitrag „Babyphone für Senioren“ erfährst Du mehr zu dem Thema.

Dies sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt. In diesem Artikel stehen die Sensormatten im Vordergrund, die in Zusammenhang mit Babyphonen verkauft werden und dazu dienen sollen, die Atemüberwachung bei Babys sicherzustellen.

 

Wie funktioniert die Technik der Sensormatte beim Babyphone?

Sensormatten sind mit Piezokristallen ausgestattet. Diese sind in der Lage, auf die Bewegungen des Babys beim Schlafen zu reagieren. Sie registrieren auch den minimalen Druck, der beim Ein- und Ausatmen auf der Matratze zustande kommt.

Infolgedessen erzeugen sie an der Oberfläche der Sensormatte eine elektrische Ladung. Sobald die Atembewegung zu lange aussetzt, schlägt die Sensormatte über das Babyphone lautstark Alarm. Du kannst dann sofort reagieren und nach Deinem Baby schauen, um ihm zu helfen.

 

Babyphone mit Sensormatte – was spricht für und was spricht gegen die Technik?

Das Baby im Schlaf überwachen und bei Atemaussetzern zuverlässig gewarnt werden – in der Theorie hört sich das alles toll an, weswegen viele Eltern den Kauf eines Babyphones mit Sensormatte in Erwägung ziehen. Allerdings muss die Technik natürlich auch richtig funktionieren, damit sie ihren Zweck erfüllt – und wie der praktische Funktionstest zeigt, ist das leider nicht immer der Fall. Damit meine ich gar nicht, dass im Falle eines Atemaussetzers die Eltern nicht gewarnt werden. Das Auslösen des Alarms klappt tatsächlich sehr zuverlässig.

Allerdings besteht das Risiko, dass die Sensormatte Fehlalarme auslöst. Das versetzt die Eltern dann oftmals mitten in der Nacht unnötig in Panik. Sie glauben, ihr Baby habe mit dem Atmen aufgehört und stürmen in das Kinderzimmer, wo das Baby seelenruhig schläft. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass es nach einem solchen Schock schwer ist, wieder in den Schlaf zu finden. Fest steht, dass sich das Babyphone mit Sensormatte jedenfalls nicht dazu eignet, um Risikokinder zu überwachen. Es werden nämlich keine Vitalfunktionen am Körper gemessen.

Darüber hinaus gibt es an der Technik der Sensormatten noch weitere Kritik zu üben: Die ausgesandte Strahlung ist bei Babyphones mit Sensormatte oftmals besorgniserregend hoch, wie die Strahlenmessung durch Ökotest zeigt. Überlege Dir daher gut, ob Du diese Technik wirklich benötigst oder ob sie eigentlich überflüssig für Dich ist. Zum Thema Strahlungsarme Babyphones kannst Du mehr in meinen anderen Beiträgen finden.Angelcare Sensormatte

Babyphones mit Sensormatten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

Fazit: Die Technik hinter Sensormatten hat Vor- und Nachteile

Alle Eltern verspüren zumindest ein leises Unbehagen, wenn vom plötzlichen Kindstod die Rede ist. Grundsätzlich kann ein Babyphone mit Sensormatte aufgrund der zusätzlichen Technik Deine Sorge um Dein Baby und Deine Angst vor dem plötzlichen Kindstod sicher etwas minimieren. Die Gewissheit, dass Du im Falle eines Atemaussetzers gewarnt wirst, lässt Dich vielleicht ruhiger schlafen und verleiht Dir ein besseres Gefühl, wenn Du Dein Baby abends ins Bett legst.

Aber: Noch wichtiger als die Nutzung eines Babyphones mit Sensormatte ist es, die bekannten Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod zu vermeiden. Achte daher auf eine optimale Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius und verzichte auf Kissen, Decken, Nestchen, Felle und Plüschtiere. Zudem sollte Dein Baby immer in Rückenlage und in einem Schlafsack schlafen. Wenn Du Dich an diese Ratschläge hältst, ist das SIDS-Risiko so minimal, dass Du eigentlich keine Sensormatte benötigst. Es gibt aber auch Situationen, in denen eine Sensormatte sinnvoll ist.

Grundsätzlich haben diese Sensormatten sowohl Vor- als auch Nachteile und werden daher von Eltern sehr unterschiedlich bewertet. Einige Eltern schwören darauf, weil sie schon in Gefahrensituation eine Warnung erhalten haben, während andere über verunsichernde Fehlalarme  berichten. Am Ende entscheidet also Dein persönlicher Geschmack, ob Du eine Sensormatte für die Überwachung Deines Babys nutzt oder darauf verzichtest.



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