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Google Home als Babyphone nutzen – Tipps und Infos

Nutzer von Google Home stellen sich früher oder später gewiss die Frage, ob das Smart-Home-System nicht einfach auch als Babyphone verwendet werden könnte. Der Gedanke, die Überwachung im Babyzimmer einfach per Sprachbefehl via Google Home zu starten und kein zusätzliches Babyphone kaufen zu müssen, ist auch wirklich verlockend. Aus diesem Grund habe auch ich mich mit der Frage beschäftigt, ob und wie sich Google Home als Babyphone einsetzen lässt – und kann schon einmal vorwegnehmen, dass diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist.

Grundsätzlich gilt: Google Home für sich allein ist nicht so gut für die Babyüberwachung geeignet. Dafür besitzt der Google Assistent nicht genügend Funktionen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, zusätzliche Geräte zu integrieren. Mithilfe dieser Zusatzgeräte ist es dann möglich, eine Babyüberwachung sicherzustellen, sodass nicht noch extra ein Babyphone gekauft werden muss. In diesem Ratgeber möchte ich gerne etwas Licht ins Dunkel bringen und Dir erläutern, wie Google Home genau funktioniert, was Du tun musst, um Google Home als Babyphone zu verwenden und welche Grenzen diese Lösung als Babyphone leider hat.

 

Wie funktioniert Google Home?

Google Home BabyphoneGoogle Home ist ein Assistent, der Dir – ähnlich wie Alexa von Amazon – in vielen Situationen im Alltag eine Hilfe sein soll und zum Beispiel die Organisation Deiner Termine und Einkäufe komfortabler gestalten soll. Er funktioniert per Sprachsteuerung und wird daher einfach durch Deine Stimme gesteuert. Der Sprachassistent kann grundsätzlich von jedem Besitzer eines Google-unterstützten Smartphones installiert werden. Dann ist es möglich, mit Google zu kommunizieren und verschiedene Befehle zu erteilen – wie etwa zur Suche nach einem bestimmten Begriff im Internet, zur Regulierung der Lautstärke Deiner Musik, für das Hinzufügen von Einträgen im Kalender oder die Erstellung von persönlichen Dokumenten.

Dafür musst Du lediglich den Begriff „Okay Google“ sagen und Deine entsprechenden Fragen stellen, die Dir dann unmittelbar von Google beantwortet und auf dem Display im Smartphone angezeigt werden. Im Vergleich zu der im Smartphone bereits eingebauten Google App hat der Assistent Google Home noch einen größeren Funktionsumfang. Er kann mit unterschiedlichen Google-fähigen und im Haushalt integrierten Geräten verbunden werden. Das bietet Dir die Möglichkeit, Dein komplettes Haus via Smartphone zu steuern und zu überwachen – selbst, wenn Du gerade nicht daheim bist. Folgende Funktionen sind dabei denkbar:

  • Licht ein- und ausschalten oder auf Bewegungssensor programmieren
  • Daheim anrufen und alle Geräte klingeln lassen, die mit Duo verknüpft sind
  • Nachrichten schicken, die Google Home dann über Lautsprecher zuhause laut liest, damit beispielsweise die Kinder an Termine erinnert werden
  • Das Heizungsthermostat steuern – automatisch oder manuell
  • Kamerabilder mehrerer angeschlossener Kameras anschauen, um das Haus auf Einbrecher zu überprüfen oder einfach nur die Haustiere zu überwachen
  • Das WLAN konfigurieren

Darüber hinaus kann Dich Google Home direkt auf dem Smartphone an wichtige Termine erinnern oder Dir die letzten Tage noch einmal detailliert in ihrem Ablauf anzeigen. Im Handel gibt es obendrein viele Geräte, die Du in der Wohnung aufstellen kannst. An diese kannst Du dann ebenfalls Befehle schicken, die Du mit den Worten „Okay, Google“ einleitest.

 

Kann Google Home damit als Babyphone genutzt werden?

Google Home Babyphone TabletEltern mit einem Säugling oder Kleinkind benötigen in aller Regel ein Babyphone, um zu überwachen, ob es dem Baby gut geht, wenn es schläft – schließlich kannst Du nicht ständig in das Zimmer laufen und nachschauen, da das Deinen kleinen Schatz stören würde. Das Babyphone hingegen reagiert, wenn das Baby in seinem Bettchen brabbelt oder gar weint. Es besteht aus einem Sender, der neben dem Bett Deines Babys aufgestellt wird, und einem Empfänger, den Du immer bei Dir tragen kannst. Mit einem Babyphone ist nicht nur eine Übertragung der Geräusche aus dem Kinderzimmer möglich, denn es gibt auch spezielle Video-Babyphones, die zusätzlich ein Bild von Deinem schlafenden Baby senden.

Alternativ möchten immer mehr Eltern auf ein separates Babyphone verzichten, um sich die Zusatzkosten zu sparen, und stattdessen Google Home als Babyphone einsetzen. Prinzipiell funktioniert das auch: Eine der Kameras von Google Home kann im Kinderzimmer so eingerichtet werden, dass sie Dein Baby beim Schlafen filmt und diese Bilder an die Google Home App auf Deinem Smartphone weiterleitet. Das Problem ist lediglich, dass die Kamera anders als ein Video-Babyphone wirklich permanent die Bilder aus dem Kinderzimmer überträgt, was mit einem hohen Stromverbrauch und einer gewissen Strahlenbelastung verbunden ist.

 

Das Kinderzimmer mit Google Home überwachen – worauf Du achten solltest

Wenn Du bereits einen Google Home Assistenten daheim und eventuell sogar zusätzlich schon einige passende Kameras daheim hast, ist es ohne Weiteres möglich, Google Home als Video-Babyphone  zu nutzen. Dabei solltest Du auf folgende Punkte achten:

  • Richte die Kamera so aus, dass das Babybett gut sichtbar ist – insbesondere bei Säuglingen. Später, wenn Dein Kind mobiler ist und selbst aus dem Bett krabbeln kann, hast Du dann die Möglichkeit, den Aufnahmewinkel so zu ändern, dass die Kamera auch den Rest des Zimmers einzufangen kann. Hier fragen sich viele Eltern, wo sie ihr Baby krabbeln lassen sollten, ohne das sich dein Liebling verletzt.
  • Die Bilder der Kamera lassen sich via Google Home App einfach auf das Smartphone übertragen. Das bedeutet aber auch, dass Du Dein Smartphone für keine anderen Dinge nutzen kannst, während das Baby schläft. Beantwortest Du also eine WhatsApp-Nachricht oder surfst im Internet, wird Dein Baby zwar gefilmt, aber eine Überwachung ist nicht möglich, weil niemand die gesendeten Bilder überprüft.
  • Oftmals ist es daher sinnvoll, ein zweites Gerät als Monitor zu verwenden. Geeignet ist zum Beispiel der Google Nest Hub oder auch der Amazon Echo Show. Alternativ kannst Du auch einfach ein Tablet oder ein altes Smartphone nutzen, auf dem sich die Google Home App installieren lässt. Musst Du diese Geräte aber extra für die Babyüberwachung zusätzlich kaufen, ist es in der Regel doch sinnvoller und preiswerter, direkt ein richtiges Babyphone zu erwerben.
  • Viele Zusatzfunktionen, die bei Babyphones mit an Bord sind, fehlen bei der Lösung mit Google Home oder lassen sich nur durch den Nachkauf weiterer, meist teurer Gadgets einbinden. Das gilt zum Beispiel für die Temperaturüberwachung, das Abspielen von Schlafliedern und das Nachtlicht. Sind solche Features von Dir gewünscht, bist Du mit der Anschaffung eines richtigen Babyphones besser beraten.
  • Anders als ein echtes Babyphone hat Google Home keinen ECO-Modus. Die Überwachungskamera ist also dauerhaft aktiviert und zeichnet Dein Baby jederzeit beim Schlafen auf. Das kann mit einer erhöhten Strahlenbelastung verbunden sein.
Google Home Funktionen

 

Fazit: Google Home ist mit Einschränkungen als Babyphone nutzbar

Grundsätzlich kann Google Home als Babyphone verwendet werden und Dir die Überwachung Deines schlafenden Kindes erleichtern. Wenn Du ohnehin schon Google Home nutzt die entsprechend kompatiblen Überwachungskameras angeschafft hast, kannst Du Dir die Kosten für ein zusätzliches Babyphone eigentlich sparen.

Allerdings hat diese Lösung zur Babyüberwachung auch ihre Grenzen – gerade, wenn es um die Zusatzfunktionen und die Strahlenbelastung geht. In dieser Hinsicht schneiden spezielle Babyphones einfach besser ab. Sie verfügen beispielsweise über einen ECO-Modus zur Reduzierung der Strahlenbelastung und über viele weitere praktische Features, die Dir die Babyüberwachung noch einmal deutlich erleichtern.

Im Allgemeinen würde ich Google Home daher als Babyphone nur für Eltern empfehlen, die nicht ständig Ihr Baby überwachen möchten. Als Zwischenlösung oder für die Überwachung unterwegs kann Google Home Dir sicher tolle Dienste erweisen. Möchtest Du das Babyphone aber beispielsweise auch nachts verwenden, um das Baby im anderen Zimmer zu überwachen, würde ich eher zu einem geräuschaktivierten Babyphone raten, um die Strahlenbelastung zu reduzieren. Ein alternatives Smart-Home System, welches sich auch als Babyphone umfunktionieren lässt, ist Alexa.



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